Die neuen Obstbäume sind da

Die neuen Obstbäume sind da

Eingetragen bei: Obstbäume | 3

Hallo zusammen,

ich weiß, ich hab den Blog etwas vernachlässigt, aber mir hat die innere Ruhe zum Schreiben gefehlt. Ich hab aber einige Rezepte vorbereitet, die bald folgen.

Wir haben seit ca. 3 Wochen die Handwerker im Haus, ich bekomme ein behindertengerechtes Bad, Wie man sich denken kann, ist das mit viel Durcheinander und vor allem Staub verbunden. Inzwischen sind alle Wände verfliest und die Türe verbreitert, d.h. ich hoffe auf weniger Dreck. Auf das neue Bad freue ich mich natürlich schon sehr.

Vor einer Woche waren wir dann endlich unterwegs um unsere Obstbäumchen zu holen. Wir sind dazu extra nach Hallbergmoos ins Bay. Obstzentrum gefahren.

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Wir haben uns dieses Mal ganz bewusst für Spindelbäume entschieden. Die sind leichter zu beernten und tragen zumeinst schon im 2. Standjahr. Sie benötigen nur eine Grundfläche von 2 qm und können  ebenso gut als Spalier gezogen werden. So können wir viele verschiedene Sorten auf kleinstem Raum unterbringen.

 

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Das Bayerische Obstzentrum ist das moderne Zentrum für den Obstbau.

Eine europaweit einzigartige Kombination von Forschung, Züchtung und Praxis prägt seine Kompetenz sowohl in Belangen des Anbaus von Obst im Hausgarten als auch im professionellen Anbau.

Die Kombination von Forschung, Züchtung und Praxis macht das Bayerische Obstzentrum in seiner Art einzigartig in Europa. Sie bildet die Basis für Innovation und Kompetenz in Sachen Obstbau.

 

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So der Text auf der Webseite des Obstzentrums. Ich war nicht vorbereitet auf die Vielfalt der Bäume und Sträucher und deren hervorragende Qualität. Zugegeben, die Bäume sind schon  etwas teuerer als im Baumarkt, aber dazu in der Qualität auch kein Vergleich. Ich könnte jetzt noch jede Menge über das Obstzentrum schreiben, aber wer sich dafür interessiert, findet alle Infos auf der Webseite.

 

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Ich war heilfroh mir zuhause schon die Wunschbäume ausgesucht zu haben, ich wäre sonst echt überfordert gewesen. Eine zweite Fahrt ist für den Frühling schon fest eingeplant. Wir werrden uns noch eine Pflaume, eine Zwetsche, eine Süßkirsche, eine Apfelquiutte, einen Rebstock, Johannis- und Stachelbeeren und Sanddorn holen. Ich bin so froh, dass wir so tolle Bäumchen gekauft haben. Im zugehörigen Hofladen kann man sowohl leckeren Saft kaufen, als auch die Obstsorten alle probieren, das finde ich genial.

 

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Bei unserer Auswahl haben wir Wert gelegt auf die Toleranz gegenüber unserem doch kälteren Klima und der Wiederstandsfähigkeit gegen Mehltau, Schorf und anderen Erkrankungen.

Apfel La Torre

Pflückreife: Mitte Oktober
Genussreife: Oktober bis Mai, sehr lange lagerfähig
Frucht: mittelgroß, flach gebaut,sonnenseits rot gefärbt
Fruchtfleisch: fest, saftig, mitspritziger Säure (ähnlich ‘Topaz’)
Ertrag: früh einsetzend, hoch;
Fruchtausdünnung Ende Maierforderlich (pro Blütenbüschel nur eine Frucht stehen lassen)
Besonderheiten:sehr widerstandsfähig gegen Schorf und Mehltau

erste Säulenapfelsorte, die im Garten wirklich anbauwürdig ist
Zum Sortenschutz angemeldet.
Züchter: Dr. Michael Neumüller
Apfel  Laetitica
Pflückreife: Anfang Oktober
Genussreife: Oktober bis Januar, gut lagerfähig
Frucht: mittelgroß, hoch gebaut, fast vollständig rot gefärbt,F ruchtfleisch sehr fest, saftig, mit spritziger Säure. Diese baut sich im Lauf der Lagerung relativ schnell ab, so dass der Apfel süßer wird
Ertrag: früh einsetzend, hoch
Besonderheiten: sehr widerstandsfähig gegen Schorf, robuste Wintersorte
Sortenschutz: Zum Sortenschutz angemeldet
Züchter: Dr. Michael Neumüller, Hallbergmoos

rote Form der bekannten ‚Williams Christ‘ mit besserer Haltbarkeit

Pflückreife: Ende August bis Mitte September
Genussreife: September bis Oktober
Frucht: mittelgroß, Grundfarbe gelb
Fruchtfleisch saftig, schmelzend, mit angenehmer Säure und charakteristischem Aroma
Ertrag: hoch, regelmäßig, früh einsetzend
Besonderheiten: neben dem Frischverzehr besonders als Einmachfrucht geeignet
auch die Blätter sind rötlich gefärbt
hält sich deutlich besser als die grüne Standard Williams

 

Birne Gute Luise aus Avranches

Spätherbstsorte mit sehr hoher Fruchtqualität
Pflückreife: Ende September
Genussreife: Oktober
Frucht: mittelgroß, Grundfarbe gelbgrün, rötlichbraune Deckfarbe, Schale rau, Fruchtfleisch saftig, halbschmelzend, mit sehr angenehmer, feiner Säure
Ertrag: mittelhoch bis hoch
Besonderheiten: wegen des guten Geschmacks eine beachtenswerte Sorte

 

Süßkirsche Stella

selbstfruchtbare Knorpelkirsche
Reifezeit: früh bis mittelfrüh (4.-5. Kirschwoche)
Befruchtersorten: selbstfruchtbar
Frucht: groß, tiefrot, Geschmack ausgewogen, mittlere Platzfestigkeit
Ertrag: sehr hoch, setzt sehr früh ein, sehr regelmäßig
Besonderheiten: als selbstfruchtbare Sorte für die Pflanzung als einzelstehender Baum geeignet, wenn aus Platzgründen Befruchtersorten in der Nachbarschaft fehlen
universelle Befruchtersorte für alle mittelfrüh blühenden Sorten

 

Sauerkirsche Morellenfeuer

ertragreiche Sauerkirsche mit Früchten, die weniger sauer schmecken
Reifezeit: mittelfrüh (5. Kirschwoche)
Befruchtersorten: selbstfruchtbar
Frucht: mittelgroß, braunrot, Geschmack weniger sauer als bei anderen Sorten, Steine lösen mittel bis gut vom Fruchtfleisch
Früchte lösen sich trocken vom Stiel
Ertrag: hoch, setzt früh ein, regelmäßig
Besonderheiten: sehr gut für den Frischverzehr geeignet

 

Pflaume Avalon

köstliche Tafelpflaume, ideal als Aprikosenersatz für kühlere Standorte Reifezeit: Mitte August
Befruchtung: selbstunfruchtbar, andere Pflaumen-, Zwetschen- und Mirabellensorten eignen sich als Befruchter
Frucht: sehr groß, violettrot
süß, nicht zu spät ernten, dann bissfest und gut haltbar; Steinlöslichkeit gut
Ertrag: mittelhoch, früh einsetzend, regelmäßig
Besonderheiten: ideale Naschfrucht, für Frischverzehr oder für Marmelade; sehr empfehlenswert als Ersatz für Aprikosen. Diese sind nämlich sehr empfindlich und frostanfällig. Auch werden Aprikosenbäume meist nicht sehr alt. ‚Avalon‘ ist hierfür eine Alternative.

 

Zwetsche Jofela

scharkaresistente, am Baum gut haltbare Sorte

Reifezeit: Anfang September
Befruchtung: selbstfruchtbar
Frucht: mittelgroß (ca. 33 g), violettblau, Geschmack süß, aromatisch mit wenig Säure, Steinlöslichkeit gut
Ertrag: mittelhoch, früh einsetzend
Besonderheiten: für Frischverzehr oder als Kuchenbelag, kann lange am Baum hängen bleiben, relativ wenig anfällig für Monilia-Fruchtfäule, vollständig resistent gegen das Scharkavirus (Hypersensibilitätsresistenz)

 

Birnenquitte Ispolinskaja

ertragreiche, robuste Quitte

großfrüchtige; ertragreiche Quitte, eher birnenförmig,
Pflückreife Ende September/ Anfang Oktober,
relativ robust gegenüber Blatt-bräune.
Die Sorte stammt aus Rumänien.

Nachdem wir noch die Baumpfähle dazu gekauft haben und mein Rollstuhl auch noch untergebracht werden musste, waren wir ganz schön beladen. Aber der Ausflug hat sich total gelohnt. Das Wetter war toll und das Obstzentrum zu sehen, ein Erlebnis. Wie und wo sie im Garten einen Platz gefunden haben zeige ich euch in einem nächsten Beitrag.

 

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Und falls ihr euch wundert, auf dem einen oder anderen Bild eine  kleinen Helfer zu entdecken, das ist der Ferdl, der hat eine wunderbare Geschichte, die erzähl ich euch  ein andermal

 

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Ich wünsch euch allen eine  wunderschönen Abend

Eure Eva

3 Antworten

  1. Elisabeth Carda

    Also dann bis zum nächsten Beitrag…..:-)

  2. Elisabeth Carda

    Bin neu auf dieser Seite, die ich durch Zufall entdeckt habe. Sehr interessant und lehrreich, daher wwerde ich öfter vorbeischauen…..

    • Eva

      Hallo Elisabeth, das freut mich sehr. Ich freu mich über Besuche und Rückmeldungen/Kommentare
      Liebe Grüße von Eva

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